11 Freunde

TSG 1899 Hoffenheim Kurvendiskussion. Das Sommerloch habe ich überstanden mit Hilfe von Aktivitäten, die nicht hierher gehören. Meine größte Hoffnung für die kommende Saison ist, mehr Fußball und weniger Werbung in der Sportschau zu sehen. Den ersten Spieltag verfolge ich in intimer Atmosphäre. Meister wird nicht Bayern, weil stattdessen der FCB die Nase vorne haben wird. Sichere Absteiger in die 2. Liga sind nicht vorhersehbar, weil das einzige Beständige der Wandel ist.

Die Liga wird überrascht von einigen Spielausfällen durch die voranschreitende Klimakatastrophe. Der schönste Augenblick der vergangenen Spielzeit war, als ich meine Freundin geküsst habe. Die aktuelle Saison läuft deutlich besser als die letzte, weil wir letzte Saison nur Zweiter wurden. Mein Angstgegner ist mein Kontostand. Auf die Auswärtsfahrten nach Berlin freue ich mich, weil ich mit dem Fahrrad hinfahren kann, Tod und Hass (zumindest aber Abneigung) den Herren George W. Bush und Osama bin Laden. Premiere, Sportschau oder Stadion? Gegenfrage: Wie wärs mit Wein, Weib und Gesang? Christoph Daum outet sich in der Winterpause als Mensch. Oliver Kahn macht Schlagzeilen, weil er seine unbeherrschte Aktivitäten auf Bereiche verlegen wird, die unter dem Stichwort „Besenkammer“ schon mal einen anderen Ex-Spitzensportler in die Gazetten katapultierten. Folgendes Talent meines Klubs kommt ganz groß raus.. „Gazelle“ Emil Vetter. Dass die TSG Hoffenheim aufgestiegen ist, finde ich gar nicht mal so schlecht. Schließlich liegt der Anteil der weltweiten Landbevölkerung mit 3,287 Milliarden (51%) vor dem der Stadtmenschen. Dies muss nun endlich auch in der Bundesliga zum Tragen kommen.

Johann Just

Weiß viel über Politik und große Gefühle

Bild: Grit Hofmann Berlin, Ost
Tippse: Marisa, Frauenbeauftrag

Artikel im Saisonplaner "11 Freunde" vom 01.07.2008